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Wahrnehmungs- und Entscheidugstraining im Fußball – 3 Trainingsformen

Die Kunst im entscheidenen Moment das richtige zu tun, spielt auch im Fußball eine große Rolle. Lieber noch einmal einen Querpass vor dem Tor spielen oder selber schiessen? Rückpass oder in eine 1 gegen 1 Situation gehen? Die Spieler:innen müssen im heutigen athletischen und schnellen Spiel unter hohem Zeit- und Gegnerdruck innerhalb von Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen.

Jede Handlung gehen Wahrnehmungsprozesse, Interpretationsprozesse und Entscheidungsprozesse voraus. Diese sind in besonderer Art und Weise für die Qualität einer Spielhandlung entscheidend.


Der 360 Grad Spieler

Der 360 Grad Spieler

Bewertung 5 Sterne

Wenn es darauf ankommt die richtige Entscheidung treffen! 41 Trainingsformen für ein motivierendes Wahrnehmungs- und Entscheidungstraining, von Loïc Favé!


Daher ist es elementar, dass die Spieler:innen jederzeit die aktuelle Spielsituation in Bezug auf Mitspieler:innen, Gegner:innen und den Ball optimal wahrnehmen und einschätzen können. Die Wahrnehmung der Spielsituation ist also der erste und grundlegendste Prozess in jederHandlungskette.

Die folgenden 3 Trainingsformen sollen euch Helfen, die Wahrnehmungs- und Entscheidungsfindung eurer Spieler:innen zu trainieren und zu verbessern. Wenn Ihr mehr zu diesem spannenden Thema wissen wollt, empfehlen wir euch das Heft von St.Paulis Co-Trainer Loic Favé – “Der 360 Grad Spieler”!

Trainingsform 1 – Von Anspieler zu Anspieler mit Orientierung

DURCHFÜHRUNG

  1. Die Spieler werden in drei Teams zu je drei Spielern eingeteilt (vgl. Team BLAU, Team ROT und Team GRAU) und spielen im 3 gegen 3 plus 3.
  2. Dafür positioniert sich ein Team (hier Team GRAU) als neutrale Anspieler an den Stirnseiten der Felder GELB und BLAU (vgl. Spieler A und C) und im Zentrum zwischen
    den beiden Spielfeldern (vgl. Spieler B).
  3. Im Spielfeldlauf ergeben sich immer wieder wechselnde 3 gegen 2 Situationen zwischen den im Feld aktiven Teams (hier Team BLAU und ROT).
  4. Das nicht ballbesitzende Team (hier Team ROT) hat dabei immer einen Spieler ohne Ball im ballfernen Feld positioniert (vgl. Spieler A).
  5. Das ballbesitzende Team (hier Team BLAU) spielt gemeinsam mit dem Außenspieler A 4 gegen 2 gegen zwei Spieler von Team ROT (vgl. Spieler B und C) im Feld GELB (vgl. 1, 2 und 3).
  6. Nach dem erfolgreichen Einbezug des Außenspielers (vgl. 2 und 3) und anschließendem Pass auf den zentralen Spieler B (vgl. 4) erhält das Team BLAU eine Punktewertung und verlagert das Spiel in das Feld BLAU.
  7. Mit jedem Pass in das Zentrum (vgl. 4) hält der gegenüber positionierte Außenspieler (hier Spieler C) ein farbiges Markierungshütchen in die Höhe (vgl. 5).
  8. Der zentrale Spieler B versucht die angezeigte Farbe mit einem Schulterblick wahrzunehmen und vor der eigenen Ballverarbeitung zu benennen (vgl. 6).
  9. Der Spieler B setzt das Spiel mit einem Pass auf Spieler C fort (vgl. 7).
  10. Die Teams wechseln in das gegenüberliegende Feld (vgl. 8).
  11. Ein Spieler von Team BLAU (hier Spieler C verbleibt im Feld GELB (vgl. 9).
  12. Das Spiel wird in Feld BLAU fortgesetzt.
  13. Das Team ROT spielt mit A, B und C gegen das Team BLAU mit A und B.
  14. Das Team ROT versucht, über den Einbezug von Spieler C über den zentralen Spieler B zurück in das Feld GELB zu verlagern.

PUNKTEWERTUNG

  • Team BLAU: Erfolgreicher Einbezug des Anspielers (vgl. 2 und 3) und Spielverlagerung
  • Team ROT: Balleroberung und direkte Spielverlagerung auf den ballfernen Mitspieler
  • Team GAU: Korrekte Benennung der Farbe (vgl. 5) vor der eigenen Ballverarbeitung von Spieler B.

Trainingsform 2 – Von Anspieler zu Anspieler mit Orientierung im Sechseck

DURCHFÜHRUNG

  1. Team WEISS spielt gegen Team GRÜN im 4 gegen 4 +2. Zwei Spieler aus jedem Team positionieren sich mit zwei verschiedenfarbigen Hütchen in der Hand diagonal an den Seiten des Feldes (vgl. Spieler A und B).
  2. Ziel ist das schnelle Spiel von einem Anspieler zum anderen der eigenen Farbe.
  3. Wird ein Außenspieler angespielt (vgl. 2), darf er andribbeln (vgl. 3) und den Ball auf
    einen Mitspieler passen (vgl. 4).
  4. Mit dem Pass vom einen Außenspieler hebt der andere Außenspieler ein Hütchen hoch (vgl. 5).
  5. Der ballerwartende Spieler (vgl. Spieler E von WEISS) benennt die Farbe (vgl. 6) vor seinem ersten Ballkontakt und spielt weiter auf einen Mitspieler (vgl. 7).

SPIELIDEE
Durch die Form des Feldes und der Anordnung der Außenspieler wird das Spielern von diagonalen Pässen forciert. Durch einen diagonalen Pass mit entsprechendem Freilaufverhalten sollen die Spieler lernen, dass schräge zum Ball eine Orientierung in der Tiefe einfacher macht.

VARIANTE

  • Durchführung als Wettkampf (Welches Team schafft die längste Punkteserie /Punkt pro angespieltem Außenspieler).

Trainingsform 3 – Vierecke bespielen mit Orientierung

DURCHFÜHRUNG

  1. Team ROT spielt gegen Team GRAU im 3 gegen 3.
  2. Im Feld sind vier Felder und vier Minitore positioniert, die farblich passend sind.
  3. Ziel für die ballbesitzende Mannschaft ist es, ein Viereck mit einem Pass über zwei Linien zu bespielen.
  4. Der Empfänger des Passes orientiert sich dafür im Tor der jeweiligen Farbe und benennt die Anzahl an Bällen im Tor.
  5. Bei einer geraden Anzahl öffnet sich das Tor der gleichen Farbe des bespielten Feldes.
  6. Bei einer ungeraden Anzahl öffnet sich das Tor

SPIELIDEE

  1. Durch die Orientierung am Minitor wird eine Orientierung in der Tiefe gefordert.
  2. Ein Blick Richtung Minitor ist für die Spieler nicht ausreichend.
  3. Sie müssen zusätzlich eine Entscheidung hinsichtlich der weiteren Spielmöglichkeiten treffen (schnell auf das Tor der Farbe oder Verlagerung in die andere Richtung).

VARIANTEN

  • Zweifarbige Felder und zweifarbige Tore (immer zwei Möglichkeiten zum Abschluss).
  • Zeitlimit (nach bespielen des Feldes nur 5 Sekunden um zu treffen).

Der 360 Grad Spieler

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