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Die Vorteile von Kleinspielformen mit zwei Praxisübungen

Als Kleinspielformen definieren wir Spielformen, die sich im Rahmen bis einschließlich 4 gegen 4 abspielen. Sie sind damit nicht nur in Bezug auf die Spieleranzahl genau zwischen spielnahen Individualtrainings und Großspielformen angesiedelt, sondern haben darüber hinaus folgende positive Eigenschaften.

Im folgenden werfen wir einen Blick auf die Vorteile von Kleinspielformen und zeigen dir 2 Übungssbeispiele. Dieser Beitrag und die beide Beispiele sind aus dem Buch „Pressing-Spielformen“ von Steven Turek!


Pressing – Spielformen

Bewertung 5 Sterne

Steven Turek präsentiert 35 effektive und flexibel einsetzbare Pressing-Spielformen für einen dynamischen Trainingsprozess. Erhältlich als eBook & Heft!


Für alle Alterklassen geeignet

Kleinspielformen können grundsätzlich für alle Altersklassen genutzt werden. Egal ob Groß oder Klein, eine Spielform 4 gegen 4 oder 3 gegen 3 ist für alle attraktiv und interessant. Einfache Variationen und Werkzeuge ermöglichen eine Akzentuierung einzelner Spielprinzipien. Die Wiederholungszahl bleibt dabei im Vergleich zu großen Spielformen hoch.

Auch bei Kleinspielformen lassen sich schnell Wettkämpfe oder Turniere organisieren. Die geringe Spieleranzahl ermöglicht es, verschiedene Kleinspielformen parallel im Training anzubieten. Nach einer gewissen Trainingszeit wechseln die Gruppen die Spielform.

Alle Spielphasen abdecken

Ein weiteres Merkmal von Kleinspielformen, im Vergleich zu spielnahen Individualtrainings, ist der flüssige Übergang zwischen allen Spielphasen. Während in spielnahen Individualtrainings gezielt darauf geachtet werden kann, dass eine Spielform ausschließlich in einer Spielphase stattfindet, bieten Kleinspielformen häufiger den Übergang in die Umschaltphase und spielen diese auch zumeist durch. Trotzdem entscheidet der Trainer durch die Konstruktion oder durch sein Coaching, welche Spielphasen gespielt werden soll.

Mehrere Spielprinzipien vermitteln

Auch wenn es in Kleinspielformen möglich ist, einzelne Spielprinzipien hervorzuheben oder häufig gerade zum Start stattfinden zu lassen, kommen in Kleinspielformen zumeist mehrere Spielprinzipien zum Einsatz. Dies hat den Vorteil von flüssigen Übergängen zwischen den Spielprinzipien. Es benötigt aber auch einen Trainer, der mehrere Spielprinzipien in einer Spielform sicher coachen kann. Sollte dies noch nicht der Fall sein, macht es Sinn, sich zunächst auf ein oder zwei Spielprinzipien zu fokussieren.

Kleinspielform – 4 vs. 4 + 1 – Druck ausüben

Kleinspielform - 4 vs. 4 + 1 - Druck ausüben

Organisation/Ablauf

Das Spielfeld wird in zwei Hälften aufgeteilt. Die verteidigende Mannschaft wartet auf Höhe der Mittellinie oder in der eigenen Hälfte. Das Ziel der grünen Mannschaft ist ein Dribbling oder ein erreichter Pass über die letzte Linie.

Mit dem ersten Anspiel ins Feld startet die Spielform. Erlaubt sind nur flache Pässe und Dribblings. Erobert Rot den Ball, dürfen sie auf die Minitore kontern. Abseits ist auf Höhe der Mittellinie.

Coaching-Punkte & Tipps

  • Je nach Spielfeldgröße ist diese Spielform schwer für die offensive Mannschaft.
  • Um es nachhaltig einfacher zu gestalten können hohe Pässe oder Chippässe erlaubt werden.
  • Jetzt kann die verteidigende Mannschaft nicht einfach ins Pressing gehen, sondern muss
    auch den Rücken und die Tiefe verteidigen.
  • Sollte die verteidigende Mannschaft kaum ins Pressing gehen, kann die Regel eingeführt
    werden, dass auch drei Pässe ein Punkt für die offensive Mannschaft darstellen.

Kleinspielform – 2 vs. 4 auf 4 vs. 8 – Druck ausüben, Reihen verteidigen

Kleinspielform - 2 vs. 4 auf 4 vs. 8 - Druck ausüben, Reihen verteidigen

Organisation/Ablauf

Zwei aneinander liegende Felder plus Außenpositionen werden markiert. In einem Feld wird 4 gegen 2 gespielt. Zwei weitere Verteidiger verteidigen die Passwege in die Tiefe zwischen beiden Zonen. An den Außenmarkierungen sind weitere zwei offensive Spieler positioniert.

Das Ziel der ballbesitzenden Mannschaft ist eine Spielverlagerung in das andere Feld. Dies kann durch ein Zuspiel auf die andere Seite erfolgen oder durch das Überspielen der Reihe über die äußeren Spieler. Die roten Spieler zwischen den Feldern dürfen dabei ebenfalls auf die äußeren Spieler zugreifen.

Erobert die rote Mannschaft den Ball und spielt einen erfolgreichen Pass untereinander, kommt es zum Aufgabenwechsel. Flugbälle sind nicht erlaubt.

Coaching-Punkte & Tipps

  • Angepasst an das Verhalten der Verteidiger im Feld sollen die beiden Spieler zwischen den
    Feldern den tiefen Pass beziehungsweise die Außenspieler verteidigen.
  • Vereinfacht wird das Ganze dadurch, dass die Spieler im Feld auf den Ballführer mehr Druck ausüben.
  • Sollten die Verteidiger im Feld wiederholt nicht in den Druck kommen, macht es Sinn,
    zunächst die Reihen wieder aufzubauen und alle Tiefenpässe zuzustellen.

Pressing – Spielformen

Bewertung 5 Sterne

Steven Turek präsentiert 35 effektive und flexibel einsetzbare Pressing-Spielformen für einen dynamischen Trainingsprozess. Erhältlich als eBook & Heft!


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