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Moderne Torwartausbildung: Ein Gespräch mit Christian Lasch

In diesem Interview sprechen wir mit Christian Lasch, einem der führenden Experten für moderne Torwartausbildung in Deutschland. Mit über 25 Jahren internationaler Erfahrung ist er DFB-Trainerausbilder, Pädagogischer Leiter und Koordinator der Torwart-Ausbildung im Nachwuchsleistungszentrum von Fortuna Düsseldorf sowie Autor zahlreicher Fachpublikationen.

Seine Arbeit steht für eine ganzheitliche, zukunftsorientierte Ausbildung, in der Technik, Taktik und Methodik eng verknüpft werden. Unter dem Namen KEEPERUNITY entwickelte er systematisch aufgebaute Trainingsreihen und das Zonentraining, das heute als zentrales Vermittlungskonzept der DFB-Torwart-Trainer-Basisausbildung genutzt wird.

Christian erklärt, warum modernes Torwarttraining spielnah, detailliert und auf die individuelle Entwicklung zugeschnitten sein muss – und wie Trainer*innen und Torhüter*innen gleichermaßen davon profitieren.

Christian Lasch – Pädagogischer Leiter / Koordinator Torwart-Ausbildung bei Fortuna Düsseldorf

Christian, du bist seit vielen Jahren tief in der Torwartausbildung verwurzelt – was motiviert dich auch heute noch?

Neben der Leidenschaft für das Torwart-Spiel generell ist meine größte Motivation, dass noch immer viele junge Torhüter*innen keinen Zugang zu modernen Trainingsansätzen haben. Ich möchte hier Veränderung bewirken und fördere Torhüter*innen und Trainer*innen in ihrer sportlichen und persönlichen Entwicklung. Ziel ist es, die Lücke zwischen Profi-Leistungszentren und den Vereinen an der Basis nicht zu groß werden zu lassen.

Torhüter*innen sollten altersgerecht trainiert werden, eine gesunde Fehlerkultur erleben und auch am Feldspiel teilnehmen, um ein ganzheitliches Spiel zu entwickeln.

Christian Lasch

Wie hat sich die Torwartausbildung in den letzten 10–15 Jahren verändert?

Heute gibt es deutlich mehr qualifizierte Torwarttrainer, Trainingsinhalte und Konzepte haben sich stark weiterentwickelt, und das Torwart-Spiel ist komplexer geworden. Torhüter*innen müssen ein anspruchsvolles Profil erfüllen, weshalb das Training hohe Qualität benötigt.

Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Trainer und Ausbilder bietet Christian Lasch inzwischen auch einen umfassenden Onlinekurs zum Zonentraining an. Vor diesem Hintergrund wollen wir zunächst über typische Trainingsfehler sprechen und danach genauer auf seinen Onlinekurs eingehen.


Torwarttraining – Zonentraining

Bewertung 5 Sterne

Dieser Onlinekurs von Christian Lasch und Leon Miguel Pires Schulten vermittelt systematisch alle wichtigen Torwarttechniken – von der Grundhaltung bis zur Flugballabwehr.

  • 17 Module / 524 Minuten
  • U10 bis U19

Welche typischen Fehler siehst du in der Ausbildung junger Torhüter?

Fehlende Geduld, zu stark kopiertes Erwachsenentraining und fehlende psychologische Unterstützung sind häufige Probleme. Torhüter*innen sollten altersgerecht trainiert werden, eine gesunde Fehlerkultur erleben und auch am Feldspiel teilnehmen, um ein ganzheitliches Spiel zu entwickeln.

Gibt es Techniken, die häufig falsch oder zu früh trainiert werden?

Beidseitigkeit, korrektes Blocken und Raumverteidigung/Flanken werden oft vernachlässigt. Eine methodisch saubere Ausbildung und Wiederholungen sind hier entscheidend.

Was war der Auslöser für deinen Onlinekurs?

Aus der langjährigen Tätigkeit als Ausbilder entstand der Wunsch nach methodisch aufgebauten und praxisnahen Lernmedien, speziell für Nachwuchstorhüter*innen.

Für wen ist der Kurs gedacht?

Primär für Trainer*innen, aber auch Torhüter*innen können von Best-Practice-Beispielen und Leitbildern profitieren.

Was unterscheidet den Onlinekurs von klassischen Lehrgängen?

Der Kurs bietet Detailtiefe und methodischen Aufbau, der in Präsenzfortbildungen kaum möglich ist. Lerntempo und Ausgangslage können individuell angepasst werden.

Wie lange dauert es, bis sich technische Veränderungen im Spiel zeigen?

Das hängt von Entwicklungsstand, Lerntempo und Trainingshäufigkeit ab. „Lernen am Modell“ durch Videos unterstützt eine schnelle Umsetzung.

Warum ist das Zonenmodell so wirkungsvoll?

Es basiert auf über 10.000 Trainingsstunden und 1.000 Spielen. Das Modell fasst bestehende Konzepte zusammen, ergänzt sie und bietet eine klare Systematik für Trainer*innen und Spieler*innen.

Wie hilft das Zonenmodell Torhütern bei Entscheidungen im Spiel?

Durch schrittweise Progression von isolierten Techniken zu komplexen Spielsituationen lernen Torhüter*innen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Der Leitsatz: die beste Übung ist die Spielsituation.

Warum ist der Ansatz „vom Spiel zur Technik“ entscheidend?

Torhüter*innen lernen so direkt anhand der Spielsituation. Jede Übung soll den Spielbezug wahren, um praktisch anwendbare Fähigkeiten zu entwickeln.

Was bedeutet „bias for action“ für Torhüter?

Torhüter neigen dazu, zu handeln. Manchmal ist „nicht handeln“ jedoch die effektivere Entscheidung, z. B. in Nahdistanz-Situationen.

Welche Torhüter verkörpern das Zonenmodell besonders gut?

Deutsche Top-Torhüter wie Oliver Baumann, Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen zeigen eine Spielweise, die dem Modell sehr nahekommt.

Dein zentraler Leitsatz für moderne Torwartausbildung?

Mit gutem Training kann man den Glücksfaktor im Fußball minimieren.

Wir danken Christian Lasch herzlich für das Interview, wer noch mehr über seinen Onlinekurs erfahren oder direkt mit dem Training starten möchte, findet alle Informationen auf ifj96.de.


Torwarttraining – Zonentraining

Bewertung 5 Sterne

Dieser Onlinekurs von Christian Lasch und Leon Miguel Pires Schulten vermittelt systematisch alle wichtigen Torwarttechniken – von der Grundhaltung bis zur Flugballabwehr.

  • 17 Module / 524 Minuten
  • U10 bis U19

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