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Trainingsformen für das F- und E-Juniorentraining

Als Trainerinnen und Trainer bemerken wir recht schnell dass das “Copy and Paste”-Prinzip von Trainingsformen nicht immer zielführend ist. Das eine Mal sind die angegebenen Feldgrößen einer Trainingsform zu groß oder zu klein für das Spielniveau unserer Mannschaft. Ein anderes Mal fokussieren wir uns zu sehr auf die Coaching Punkte , anstatt den Spielfluss aufrecht zu erhalten. Besonders im Grundlagentraining sind die angesprochenen Punkte eine große Herausforderung, denn in diese Altersbereich sammeln viele Trainerinnen und Trainer ihre ersten Erfahrungen.


Ausbildungsplan Juniorenfußball – Teil 2 – Praxis Grundlagentraining

Bewertung 5 Sterne

Mit einem zeitgemäßen Coaching im Fußball von Anfang an gut ausbilden und erfolgreich spielen! Das Training im Grundlagenalter F-und E-Junioren.


Mit dem Ausbildungsplan Juniorenfußball bietet Uli Schröder besonders den zahlreichen nicht lizensierten Trainerkollegen einen leicht verständlichen und vor allem primär an der Praxis und eben nicht streng an der Wissenschaft orientierten Leitfaden!

Im heutigen Artikel zeigen wir euch Trainingsformen für das F- und E-Juniorentraining. Die Trainingsformen stammen aus dem Basisbausteine-Prinzip des eBooks Ausbildungsplan Juniorenfußball – Teil 2. Das Basisbausteine-Prinzip ist keine “Übungssammlung”, sondern es erhält Basisübungen aus den beliebig viele eigene Übungen entwickelt werden können.

Basisbaustein 02 – Fintieren mit dem Ball

Jugendfussball Ausbildung Fintieren  mit dem Ball
Fintieren mit dem Ball

Organisation & Ablauf:

  • Jeder Spieler hat einen Ball
  • Die Spieler bewegen sich im mit Hütchen abgegrenzten Feld (zum Beispiel: doppelte 16er)
  • Im Feld liegen wahllos verteilt ca. 15 kleine Markierungshütchen als Hindernisse
  • Der Trainer steht im Feld und beobachtet aufmerksam die Bewegungsausführungen
  • Jedes Kind führt seinen Ball mit der Innenseite / Außenseite seines ‚bevorzugten‘ Fußes um die Hütchen-Hindernisse herum
  • Auf ein Zeichen (akustisch / optisch) des Trainers umspielt jedes Kind mit einem ‚Ausfall-Schritt‘ (= zu erlernende Finte) ein Hütchen, ohne aber dabei die Ballkontrolle zu verlieren
  • Danach führt jedes Kind wieder seinen Ball und erwartet das erneute Zeichen des Trainers

Coaching Punkte:

  • Der Trainer sollte die Grob-Form der Technik den Kindern vor der Übung demonstrieren
  • Der Trainer sollte insofern den Kindern zu Beginn Zeit für eigene Lernerfahrungen lassen, das heißt jedes Kind übt in seinem Tempo, um auch Erfolgserlebnisse zu verbuchen
  • Der Trainer korrigiert nur bei wiederholt schlechter Technik ein Kind; er sollte vor allem aber auch die Kinder loben, die schon eine gute Technik zeigen
  • Der Trainer darf die Kinder mit zu schwierigen Techniken nicht überfordern /demotivieren
  • Die Kinder sollen möglichst oft jede Übung wiederholen (= die Technik ‚einschleifen‘)
  • Die Kinder sollen immer mal wieder nach vorne oben schauen und das Umfeld
  • beobachten
  • Wenn die Kinder die Übung gut beherrschen, kann das Feld verkleinert werden (s.o.)
  • Der Trainer stellt den Kindern ‚Hausaufgaben‘ (sie können so die Finten ‚verfeinern‘)

Ziel:

  • Erlernen und /oder Verbessern des Fintierens mit dem Ball(Pass-/Schuss-/Dribbel-Finte)

Variationen:

  • Die Kinder üben bevorzugt mit ihrem ‚schwachen‘ Fuß / … üben im kleineren Feld
  • Die Kinder wenden andere Dribbel-Finten an (‚Übersteiger‘ / ‚Schere‘ innen und außen / ‚Sohlentrick‘ / ‚Ziehen hinter das Standbein‘ / ‚Eindrehen‘ innen und außen / ‚Okocha‘-Trick / ‚Ronaldo‘- Trick etc. oder auch andere, eigene Tricks)
  • Die Kinder üben Pass- und Schuss-Finten
  • Die Hütchen werden aus dem Feld genommen und die Kinder üben jetzt nur noch so,
    dass sie dribbelnd gegenseitig als bewegliche ‚passive‘ Hindernisse (mit Ball) fungieren

Basisbaustein 04 – Ball-An- und -Mitnahme

Ballan- und mitnahme - Juniorenfußball
Ballan- und mitnahme

Organisation & Ablauf:

  • Die Spieler bewegen sich paarweise im abgegrenzten Feld; ein Spieler führt den Ball
  • Der Trainer steht im Feld und korrigiert – aber nur bei Bedarf! – die Ausführungen
  • Die Spieler spielen nach einem kurzen Blickkontakt den Ball mit der Innenseite ihres ‚bevorzugten‘ Fußes flach und in den Lauf ihres Partners, der diesen im Laufen an- und mitnimmt, dann kurz im engen Dribbling ‚kontrolliert‘ und wiederum zum Partner zurückpasst
  • Sollte der angespielte Partner des Pass-Gebers jedoch noch offensichtliche Probleme mit der Ball-An- und ~mitnahme haben, sollte er unbedingt erst den Ball stoppen und dann erst nach und nach- bei zunehmender technischer Fertigkeit! – den Ball im Lauf an- und mitnehmen

Coaching Punkte:

  • Der Trainer sollte den Kindern zu Beginn Zeit für ihre Lernerfahrungen lassen, das heißt jedes Kind braucht ‚seine‘ Zeit für das Erlernen des richtigen ‚Pass-Timings‘ sowie für das Erlernen des richtigen Ballgefühls für eine gute Ball-An- und ~Mitnahme in den Lauf
  • Die Kinder sollen möglichst in Dribbel- bzw. in Lauf-Richtung den Ball an- und mitnehmen. Sehr talentierte und bewegungsgeschickte Kinder können auch versuchen, den Ball nach einer schönen Lauf-Finte entgegen der vorherigen Lauf-Richtung an- und mitzunehmen

Ziel:

  • Erlernen und/oder Verbesserung der Ball-An- und -Mitnahme

Basisbaustein 07 – Drei gegen Eins

Drei gegen Eins - E-Junioren-F-Junioren
Drei gegen Eins

Organisation & Ablauf:

  • Ein durch 4 Pylonen begrenztes quadratisches Feld von ca. 10m x 10 m
  • Ein weiteres Hütchen-Feld von 3m x 3m, welches sich im großen Feld befindet (Skizze)
  • 3 Außenspieler, die je nur auf einer Linie zwischen 2 Hütchen sich befinden und nur auf ihrer jeweiligen Linie dem Zuspieler entgegen und nicht in das Hütchen-Feld hineinlaufen dürfen. Eine Linie bleibt also immer frei, wird jedoch durch den sich freilaufenden Spieler situativ bedingt jeweils nach jedem Pass immer wieder neu besetzt
  • Der Zuspieler passt zu einem der beiden seitlich sich freilaufenden Mitspieler, wobei er den Ball immer außen am inneren Hütchen-Feld vorbei spielen muss (Skizze links oben) Dazu breitet er vor dem Pass wie ein ‚Schutzmann‘ (= Verkehrs-Polizist) beide Arme nach rechts / links aus und signalisiert so seinen Mitspielern, wohin sie sich freilaufen müssen.
  • Nach seinem Pass nimmt der Zuspieler seine Arme wieder runter und läuft sich selbst frei
  • Der den Ball annehmende Spieler darf nicht mehr zum selben, sondern darf nur auf den dritten Außenspieler passen, der sich zuvor auf der noch freien Linie dem neuen Zuspieler angeboten hat, indem er ihm auf dieser Linie entgegenlief (Skizze rechts oben) usw.
  • So bilden die drei Außenspieler bereits jetzt spielerisch immer wieder ein Angreifer-Dreieck

Coaching Punkte:

  • • Um Überlastungs- und Motivationsprobleme durch diese schon sehr intensive Übungsform zu vermeiden, sollte – um auch vor allem einen Verteidiger in der Mitte nicht zu hoch zu belasten – die Übung spätestens nach einer Minute beendet werden (Verteidiger-Wechsel)
  • Es ist auf eine saubere Passtechnik und auf ein ‚taktisch‘ kluges Freilaufen der Außenspieler sowie auf ein geschicktes Zustellen der Pass-Wege des Verteidigers zu achten
  • Bei wiederholt falschem Freilaufen sollte der Trainer korrigierend und helfend eingreifen!

Ziel:

  • Erlernen bzw. Verbessern des Freilaufens im Angreifer-Dreieck (‘Schutzmann-Spiel’)

Variationen:

  • Die Außenspieler passen jeweils nur mit ihrem ‚schwachen‘ Fuß
  • Das Spielfeld wird dem Leistungsstand der Kinder entsprechend auf zum Beispiel 8m x 8m verkleinert (dadurch haben die Außenspieler weniger Raum und Zeit für ihre Aktionen!)
  • Das innere Hütchen-Feld (= gelb) wird durch einen ‚passiven‘ / aktiven Verteidiger ersetzt (= Skizze links unten bzw. nach dem ersten erfolgten Zuspiel Skizze rechts unten)

Ausbildungsplan Juniorenfußball – Teil 2 – Praxis Grundlagentraining

Bewertung 5 Sterne

Mit einem zeitgemäßen Coaching im Fußball von Anfang an gut ausbilden und erfolgreich spielen! Das Training im Grundlagenalter F-und E-Junioren.


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