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Zonenfußball – Ein Interview mit Buchautor Niklas Lüdemann

Niklas Lüdemann (Quelle: Fussballtrainer Magazin)

Ein Blick in das Buch Zonenfußball reicht, um festzustellen, dass man sich viele Gedanken zum Fußballtraining gemacht hat. In welchen Arbeitsfeldern bist Du aktiv?

Der Fußball bestimmt einen großen Teil meines Lebens. Zunächst einmal bin ich Student der Bewegungswissenschaft an der Universität Hamburg. Zuvor habe ich Freiwilliges Soziales Jahr in einem Fußballverein absolviert.

Neben dem Studium ergeben sich noch zahlreiche Wirkungsfelder im Fußball. So bin ich als DFB-Stützpunkttrainer, Co-Trainer einer Hamburger Landesauswahl, Trainer an einer Elite Schule des Sports in Hamburg, Jugendleiter eines Breitensportvereins sowie als Trainer unterschiedlicher Altersklassen in diesem Verein tätig. Besonders die Trainertätigkeiten in den verschiedenen Alters- und Leistungsklassen haben einen großen Beitrag zur Umsetzung des Werkes Zonenfußball gehabt. 


Zonenfussball – Theorie, Methodik und Praxis

200 Trainingsformen auf dem 9er-Feld! Das neue Buch von Fabian Seeger und Niklas Lüdemann. Verbesser die technischen, taktischen und kognitiven Leistungsfähigkeit von deinen Spielern!


Was beinhaltet das Buch Zonenfussball? Welche Trainingsprinzipien werden erläutert?

Den zentralen Bestandteil des Buches bilden die Trainingsformen im 9er-Feld. Das 9er-Feld besteht aus unterschiedlich angeordneten quadratischen Zonen. Grundsätzlich geht es darum, die Zonen zu bespielen. Dabei können Dribblings und Finten von einzelnen Spielern oder aber Pässe sowie gruppentaktische Verhaltensweisen von mehreren Spielern umgesetzt werden. Über verschieden Positionierungen im Feld können gewünschte Verhaltensweisen spielnah dargestellt werden. Das 9er-Feld eignet sich dabei zum vorgeschalteten Üben genauso wie zum Anwendungstraining in Spielformen. 

Es gibt viel Trainingsliteratur und Übungssammlungen. Was zeichnet Zonenfussball aus?

Der Trainer kann eigene Ideen umsetzen und mit Hilfe des Zonentrainings die eigene Handschrift entwickeln. Durch eine entsprechende Abstufung in der Komplexität kann das Zonentraining auf alle Alters- und Leistungsbereiche angewendet werden. Der Trainer kann die Spieler so führen und ihnen Hilfestellungen geben, ohne dabei die Handlungsräume einzuschränken. Der Spieler behält die Kompetenz der eigenen Entscheidung, erhält aber trotzdem hilfreiche Hinweise und mögliche Lösungswege durch den Trainer. 

Wie ist es möglich, dass der Gedanke des Zonenfussballs auf unterschiedlichen Niveaus und in verschiedenen Altersbereichen umgesetzt werden kann?

Grundsätzlich besteht das 9er-Feld aus einem sehr einfachen Aufbau mit lediglich 16 Hütchen. Dieser Materialaufwand müsste für annähernd jeden Verein und damit für jede Mannschaft zu stemmen sein. Mit zusätzlichen 2 Großtoren oder 4 Minitoren können nahezu alle gezeigten Formen umgesetzt werden. Im Buch sind zahlreiche Formen enthalten, die unterschiedliche Niveaus ansprechen. Zudem ist jede Form mit Varianten gekoppelt, die Vereinfachungen und Steigerungen andeuten, sodass nahezu alle Trainingsformen an das entsprechende Alter und Niveau angepasst werden können. Fangspiele, Technikübungen und einfache Spielformen sind ebenso zu finden wie kognitive Trainingsansätze und komplexere Spielformen. Der Trainer kann alle Alters- und Leistungsbereiche erreichen, indem die einfachen Inhalte gesteigert und intensiviert oder die komplexeren Inhalte vereinfacht und entschleunigt werden.

Wie passt Du in Deinem Training die Inhalte aus Zonenfussball und die sonstigen Trainingsformen an Deine unterschiedlichen Felder (Breitensportbereich und Leistungsbereich) an?

Das 9er-Feld in seinem Aufbau ist grundsätzlich für alle Bereiche nutzbar. Selbst im Kinderfußball kann mithilfe entsprechender Vermittlungstools ein erstes Bewusstsein für die Felder und Zonen geschaffen werden. Im 9er-Feld ist Training zu allen möglichen Schwerpunkten möglich. So können die Inhalte auf die jeweilige Trainingsgruppe passgenau zugeschnitten werden, ohne dass der Feldaufbau verändert werden müsste. Einfache Ballbesitzspiele mit großer Überzahl sind also genauso möglich wie komplexe Spielformen. Entscheidend für eine adressatengerechte Anwendung können zudem eine Veränderung der Regeln, die Anpassung der Spielfeld- und Zonengröße, die Spieleranzahl und die Art der Tore sein.

Was für Trainingsformen erwarten die Leser?

Zonenfussball enthält insgesamt über 220 Trainingsformen, die direkt in der Praxis umgesetzt werden können. Die Trainingsformen sind in Aufwärmspiele, Übungsformen zum Passspiel, Dribbling, Torschuss und 1 gegen 1 sowie Spieleinstiege, Ballbesitzspiele und Spielformen auf Tore gegliedert. Zusätzlich gibt es theoretisches Material, Konzepte und Weiterführungen, sodass jeder Coach eigene Inhalte generieren und variieren kann. Im Folgenden werden zwei weitere Trainingsformen beigemengt, die sich nicht im Buch finden.

3 gegen 3 (TicTacToe)

Zonenfussball

Die Spieler werden in zwei Teams eingeteilt (vgl. Team GELB und Team BLAU). Die Teams haben die Aufgabe, die einzelnen Felder zu bespielen und sich diese so zu sichern. Hat ein Team drei Felder in einer horizontalen, vertikalen oder diagonalen Reihe gesichert, gewinnt diese Mannschaft das Spiel. Ein Feld kann von der Ballbesitzenden Mannschaft bespielt werden, indem innerhalb des Feldes zwei Pässe gespielt werden (vgl. 1). Anschließend setzen die Spieler in ein nächstes Feld fort (vgl. 2) und versuchen auch dort zwei Pässe umzusetzen (vgl. 3 und 4). Die verteidigende Mannschaft versucht das Bespielen der Felder zu verhindern, in Ballbesitz zu gelangen und ihrerseits die Felder zu bespielen. Verlässt ein Ball das Spielfeld, spielt der Trainer einen neuen Ball ein (vgl. 5).

3 gegen 3 (Felder sichern)

Zonenfussball

Die Spieler werden in zwei Teams eingeteilt (vgl. Team GELB und Team BLAU). Jedem Team sind zum Spielstart zwei Felder zugeordnet. Das Ziel des Spiels ist es, die eigenen Felder zu verteidigen und die gegnerischen Felder zu bespielen. Wird ein gegnerisches Feld erfolgreich bespielt, geht das Feld in den Besitz der bespielenden Mannschaft über. Besitzt ein Team alle Felder, steht dieses Team als Gewinner fest. Ein Feld kann von der ballbesitzenden Mannschaft bespielt werden, indem innerhalb des Feldes zwei Pässe gespielt werden (vgl. 1). Verlässt ein Ball das Spielfeld, spielt der Trainer einen neuen Ball ein (vgl. 2).

Was möchtest Du einem Leser von Zonenfussball mit auf den Weg geben?

Ich würde mich freuen, wenn der Leser aus dem Buch Ideen und Impulse für seine eigene Trainingsarbeit erhält. Der Spaß an den Inhalten für sich aber vor allem für seine Spieler steht im Vordergrund. Mein Wunsch ist es, dass der Leser Formen ausprobiert und auf seine Gruppe zuschneidet. Zonenfussball soll als weiteres Trainingstool verstanden werden, an dem Spieler und Trainer gleichermaßen wachsen können. Wir sind sehr an Feedback, Rückmeldungen, Kritik und Erfahrungswerten interessiert. Dafür haben wir eine Mailadresse eingerichtet, sodass alle Fragen und Anmerkungen zu den ausgeführten Ideen direktes Gehör finden. Zur Kontaktaufnahme kann die Mailadresse zonenfussball@web.de genutzt werden.

Das Interview wurde vom Fussballtrainer-Magazin geführt!


Zonenfussball – Theorie, Methodik und Praxis

200 Trainingsformen auf dem 9er-Feld! Das neue Buch von Fabian Seeger und Niklas Lüdemann. Verbesser die technischen, taktischen und kognitiven Leistungsfähigkeit von deinen Spielern!


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