Polen – Senegal 1:2 (0:1)
Superstars ohne Anbindung
Ein wenig erschreckend ist auch in diesem Spiel die fehlende Substanz im Spielaufbau der aller meiste Mannschaften. Viele Spieler bleiben rund um den Ball bei den Innenverteidigern und erfreuen sich einer guten Ballbesitzstatistik. Beispiele aus Ballbesitzsequenzen der Polen und Gründe, dass Lewandowski nicht in Spiel finden konnte:


Dass man „zur Halbzeit nicht eingeschlafen ist“ (Zitat Oliver Kahn), lag an der 38. Minute. Passend zum Spiel fällt das Tor nach einem wilden Befreiungsschlag und eigentlicher Überzahl der Polen durch einen abgefälschten Schuss…
„Es scheint als würden viele Mannschaften zunächst auf Sicherheit bedacht sein. Fehlender Mut schon im Spielaufbau, zu weite Distanzen zwischen den Spielern und die damit verbundenen Probleme im herausspielen von torchancen sorgen für eher langweilige Spiele und viele Tore durch STANDARDS“ – Steven Turek
Polen baut um
Mit Beginn der zweiten Halbzeit stellte Polen auf ein 3:5:2 um. Eine Idee, die eigentlich sehr gut passt. Zum einen wird das Sturmzentrum gegen die beiden Innenverteidiger „in massiv-bauweise“ (Zitat des ZDF Kommentators Martin Schneider) verstärkt und zum anderen werden Konter gerade gegen Mane mit einer 3er Kette besser aufgenommen als mit zwei Innenverteidiger plus Hilfe. Mehrere Strafraumszenen und Abschlüsse für Polen waren die Folge.

Fußball von der wilden Sorte
Genau in diese Phase fällt das zweite Tor der Senegalesen und nahm Polen komplett das Momentum. Eine Kombination aus Befreiungsschlägen, einem blinden Rückpass, einem (im richtigen Moment) hereingewunkenem Niang und einem Torwart im Niemandsland sorgt für die Entscheidung, woran auch der Anschlusstreffer – natürlich nach einem Standard – nichts mehr änderte.
Eine Analyse von Steven Turek