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FUNino Regeln und Ziele

Wir erklären die Regeln und Ziele von FUNino (FUNiño), schauen uns die Grundlagen an und werfen einen detaillierten Blick auf dieses spannende Wettkampfsystem für den Jugendfußball.

FUNino Fußball
FUNino – Ziel ist es das jedes Kind den Fußball altersgerecht erlenen kann (Foto: muzsy / Shutterstock.com)

Was ist FUNiño?

Von FUNino (FUNiño) haben vermutlich die meisten Trainerinnen und Trainer bereits gehört. Die 1990 entwickelten Spielformen von Horst Wein gelten heutzutage als eines der größten Diskussionsthemen im Kinderfußball. Ab 2024 werden die veränderten Spielformen die aktuellen Wettbewerbsformen ablösen. In den nächsten Wochen wird das Thema von uns detailliert aufgearbeitet. Mehr Informationen über Horst Wein findet Ihr übrigens in unserem Artikel – Horst Weins Vermächtnis an den Fußball.

Horst Wein war der Begründer des Minifußballs (FUNiño), das weltweit Trainer und Trainerinnen im Kinder und Jugendtraining wertvolle Tipps für ein kindgemäßes Fußballtraining liefert. Er beeinflusste mit seinem Lieblingsthema “Entwicklung der Spielintelligenzweltweit Jugendtrainer im Hockey und im Fußball. In Zusammenarbeit mit Peter Schreiner veröffentlichte er beim Institut für Jugendfußball die gleichnamigen Hefte/eBooks, Seminare und zahlreiche Videos.

Ziele des FUNiños

In maßgeschneiderten Wettkämpfen ist es den jungen Spielern in jeder Entwicklungsstufe möglich, die komplexen Anforderungen im Fußball Schritt für Schritt zu verstehen und zu meistern. Der Lehr- und Lernprozess ist ein stufenweises Vorgehen mit veränderten Aufgabenstellungen und Rahmenbedingungen innerhalb kleiner Wettkämpfe, in denen die Spielidee erhalten bleibt. In jeder Entwicklungsstufe werden die
Spielfeldausmaße, die Torgröße, die Art und Weise wie Tore erzielt werden müssen, die Größe des Balls, die Anzahl der Spieler und das Regelwerk auf das Alter und die Leistungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen abgestimmt.

FUNino - Maßgeschneiderte Wettkämpfe
FUNino – Maßgeschneiderte Wettkämpfe

Bedingt durch den häufigen Ballbesitz werden im Minifußball – neben den technischen Fertigkeiten – die zur Spielintelligenz gehörende Wahrnehmungsfähigkeit, die Analyse von Spielsituationen, die Antizipation, die Spontanität, Phantasie und Kreativität geweckt und Schritt für Schritt entwickelt.

  • FUNiño fördert das Spiel über die Flügel. Wie kaum ein anderes Spiel schult es Spielintelligenz und Wahrnehmungsfähigkeit.
  • Die Spieler lernen, Spielsituationen zu analysieren und taktisch kluge Entscheidungen zutreffen. Sie sind ständig visuell, gedanklich und körperlich gefordert.
  • Im FUNiño entdecken die Spieler jene Verhaltensweisen – mit und ohne Ball -, durch die sich die besten Fußballspieler der Welt auszeichnen. Jugendtrainer können die Leistungen ihrer Spieler schnell und exakt beurteilen, analysieren und korrigieren, weil es sich um vereinfachte Spielsituationen handelt.
  • Im FUNiño lernen die Spieler sehr schnell, weil nur einige fast identische Spielsituationen immer wiederkehren. Es gibt keine festen Spielpositionen. Dadurch werden alle Spieler universal geschult. Alle Spieler sind Hauptdarsteller des Spiels und haben viele Ballkontakte.
  • Die Spieler behandeln den Ball wie ihren besten Freund, mit Liebe und Gefühl. Es gibt praktisch kein wildes Wegkicken des Balls, um gefährliche Situationen zu bereinigen.
  • Die häufig vorkommenden Dreiecksformationen fördern, sowohl im Angriff wie auch in der Abwehr, die Kommunikation und das Zusammenspiel.
  • Im FUNiño wird die Selbstständigkeit der Spieler gefördert, denn die Spielformen reduzieren das Coaching der Trainerinnen und Trainer sowie die Einflussnahme der Eltern auf das nötigste.
  • Aufgrund des reduzierten Spielzeit werden mehr Spiele an einem Tag absolviert. Dadurch können die Spieler den Umgang mit Siegen und Niederlagen noch besser kennenlernen.
  • Aufgrund der reduzierten Spielfeldgröße und dem ersetzen von Einwurf und Abstoß durch eindribbeln oder einpassen, sind Kopfbälle im FUNiño nahezu ausgeschlossen.

Spielregeln des FUNiño

Das FUNiño hat keine allgemeingültigen offiziellen Regeln. Es kann in vielen Varianten gespielt werden, die alle zumeist folgenden Gemeinsamkeiten aufweisen. Vor jedem Spieltag/Festival sind die Spielregeln unter den Trainerinnen und Trainern abzustimmen.

FUNino - Maßgeschneiderte Wettkämpfe

Das Spielfeld

  • Das Spielfeld im FUNiño ist 22 x 32 m groß. Geeignet ist aber auch ein Basketballfeld von 14 x 26 m oder ein Handballfeld von 20 x 40 m. Die Spielfeldgrößen werden von den Staffelleitern festgelegt.
  • Auf jeder Grundlinie werden 2 Tore in der Größe von maximal 2 x 1 m aufgestellt. Zwischen den Toren sind 12 m Abstand, auf dem Basketballfeld 8 m.
  • Der Strafraum bzw. die Schusszone wird durch eine parallel zur Grundlinie verlaufende Linie markiert, die 6m von der Grundlinie entfernt ist.
  • Im Handballfeld gelten die gestrichelten Schusskreise als Schusszone.
  • Ein Tor ist nur dann gültig, wenn sich der Torschütze beim Torschuss innerhalb der Schusszone befindet.

Spieleranzahl

  • Empfohlen wird, dass eine Mannschaft aus vier Spielern besteht, drei Spieler sind auf dem Spielfeld, ein Spieler ist der Rotationsspieler. Den Vereinen und Trainern soll ermöglicht werden, vollkommen unabhängig von Kadergrößen und einer minimalen Anzahl an Spielern, am Spielbetrieb teilzunehmen. Spielformen sollen an Spieleranzahl, Teilnehmer und Platzkapazitäten anpassbar sein. Damit wird auch kleinen Teams oder Kadern eine Teilnahme immer ermöglicht.
  • Nach jedem Tor wechseln beide Mannschaften einen Spieler in einer festen Reihenfolge (Rotation) aus. Die Auswechslung erfolgt in Höhe der Mittellinie.
  • Ein Regelverstoß beim Spielerwechsel wird mit einem “Strafangriff” (Penalty) geahndet. (Anmerkung: Wird sehr selten angewendet!)
  • Wenn eine Mannschaft mit mehr als 3 Toren führt, dann darf der Gegner den Rotationsspieler zusätzlich aufs Feld schicken. Die unterlegene Mannschaft hat dann also 4 Spieler auf dem Feld, bis der Anschlusstreffer erzielt worden ist

3 gegen 3 Rotation nach Tor

Spieldauer

  • Beim FUNiño Festival werden bis zu 7 Durchgänge mit einer Spielzeit von maximal 10 Minuten gespielt. Die Spielzeiten sind von den Trainern/Betreuern vor den Spieltagen/Festivals festzulegen.
  • Bei den bereits stattfindenden FUNino Festivals hat sich der “Champions League” Modus mit 7 x 7 Minuten (Gesamtspielzeit: 49 Minuten) bewährt.
  • Beim Champions League Modus werden die Mannschaften nach ihrer (vermuteten) Leistungsstärke auf die Felder 1 bis 8. Das sind auf einem normalen Spielfeld maximal 8 Felder – 32 Tore – 16 Mannschaften.
    Im Feld 1 sind die beiden leistungsstärksten Mannschaften, im Feld 8 sind die Anfängermannschaften.
    Der Gewinner im Feld 1 bleibt stehen, in den übrigen Feldern geht der Gewinner eine Station weiter Richtung Feld 1. Die Verlierer im Feld 8 bleiben stehen und die übrigen Verlierer gehen eine Station Richtung Feld 8 zurück.
  • Ein Spieltag mit Vorbesprechung, Wechsel-Pausen und Abschluss-Feier dauert somit maximal zwei Stunden.
  • Ein Einzelspiel zweier Mannschaften dauert nach Horst Wein 3 x 10 Minuten.
Strafangriff - FUNino
Ein Regelverstoß beim Spielerwechsel wird mit einem “Strafangriff” (Penalty) geahndet. (Anmerkung: Wird sehr selten angewendet!)

Technische Regeln

  • Das Spiel beginnt mit einem “Fairplay-Anstoß”. Ein Spieler passt den Ball zu einem Gegenspieler, der den Ball sofort zurück passt. Damit beginnt der erste Angriff. Beim Wechsel des Feldes nach einem Durchgang startet die aufsteigende Mannschaft den “Fairplay-Anstoß”.
  • Es gibt kein Abseits, keine Ecke und keinen Elfmeter.
  • Ein Spieler darf nicht länger als 2 Sekunden auf der Torlinie stehen, um ein Tor zu verhindern.
  • Einen Freistoß gibt es nur im Mittelfeld und in der eigenen Schusszone. Der Ball wird mit einem Pass oder einer Ballführung ins Spiel gebracht. Der Freistoß wird immer mindestens 3 m von der gegnerischen Schusszone entfernt ausgeführt und sämtliche Gegenspieler müssen mindestens 3 m vom Schützen entfernt sein.
  • Bei einem Seitenaus oder Toraus wird der Ball mit einem Pass oder mit einer Ballführung ins Spiel zurückgebracht. Dabei müssen sämtliche Gegenspieler mindestens 3 m vom Schützen entfernt sein.
  • Bei einem Regelverstoß der Verteidiger in ihrem eigenen Strafraum gibt es einen Strafangriff (Penalty) für den Gegner.
  • Auf ein Zeichen des Spielbeobachters dribbelt ein Angreifer den Ball vom Mittelpunkt des Feldes in Richtung Schusszone auf eines der beiden gegnerischen Tore. Die gegnerischen Tore werden von einem der drei Abwehrspieler verteidigt. Nach dem Zeichen des Schiedsrichters startet dieser Verteidiger von der Grundlinie aus und versucht, den Ball zu erobern . Die Mitspieler starten zur gleichen Zeit zusammen mit den beiden übrigen Verteidigern von einer gedachten 5 m-Linie hinter dem Ball, um ihrem Spieler im Angriff oder in der Abwehr zu helfen. Der Schiedsrichter gibt das Startsignal, wenn alle sechs Spieler auf ihrer Position sind.
  • Bei mehreren Strafangriffen während eines Spiels müssen sich die Spieler abwechseln.

FUNino Penalty

Material

  • Ball: FUNino wird je nach Altersklasse mit folgenden Bällen gespielt – G-Junioren: Größe 3 (290 g),
    F-Junioren: Größe 3/4 (290 g), E-Junioren: Größe 4 (290 g/350 g), D-Junioren: Größe 4/5 (350 g)
  • Spielkleidung: Die vier Spieler einer Mannschaft tragen Trikots in derselben Farbe.
  • Schutz: Alle Spieler sollten Schienbeinschoner tragen.

Schiedsrichter

  • FUNiño wird ohne Schiedsrichter gespielt.
  • Ein Spielbeobachter jeder Mannschaft sorgt dafür, dass die Mannschaften den Wechsel ordnungsgemäß durchführen und rechtzeitig auf ihrem Feld sind.
  • Der Wettkampfbeobachter befindet sich an der Mittellinie und hilft beim Rotationswechsel und entstehenden Problemen.

Coverfoto: muzsy / Shutterstock.com

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