Wie manifestiert sich Spielintelligenz im Spiel?

Ein intelligenter Spieler

  • kann auf dem Spielfeld bessere Entscheidungen schneller treffen.
  • hat die Fähigkeit, eine Spielsituation oder den augenblicklichen Stand des Spiels nicht
    nur richtig wahrzunehmen und zu verstehen (Vernetzung der bisher gemachten Erfahrungen und des Wissens), sondern darüber hinaus diese mit gleichen oder ähnlichen Spielsituationen zu vergleichen und dadurch eine sichere Entscheidung für die effektivste motorische Lösung der aktuellen Spielsituation zu treffen, um schließlich ohne Zeitverlust die mental vorbereitete Aktion in die Praxis umzusetzen.
  • kann in fast allen Spielsituationen die Konsequenzen seines Handelns präzise vorhersagen. Er weiß, welche Handlungen in welchen Situationen zu welchen Konsequenzen führen.
  • besitzt darüber hinaus die Fähigkeit, sich nicht nur den dauernd verändernden Spielsituationen, sondern auch dem Gegner, dem Schiedsrichter und dem Mitspieler mit seinen charakteristischen Besonderheiten anzupassen, was von ihm viel geistige Flexibilität erfordert.
  • versucht zunächst, mit seinem konvergenten taktischen Denken für die jeweils vorgegebene Spielsituation die optimalste Lösung zu finden, versucht dann aber, mit zunehmender Erfahrung kreativ zu spielen. Dabei versteht er es, seine in der Kindheit im freien Spiel entdeckten kreativen Fähigkeiten im Sinne des Erfolgs der Mannschaft einzusetzen, die, auf sein kreatives Verhalten eingehend, davon profitiert.
  • denkt und handelt für seine Mitspieler, deren Situation er richtig einzuschätzen vermag,
    wodurch es erst zum Mannschaftsspiel kommt. Ein Spieler, der für sich spielt, ohne an die anderen zu denken und ohne seine Intelligenz in den Dienst der Mannschaft zu stellen, wird nie triumphieren, weil er nur Teile des Spiels sieht und sich selbst sieht.
  • lernt schnell aus seinen Fehlern und fragt häufig. Auf der Suche nach der bestmöglichen
    Lösung der Spielaufgabe sieht er schnell die Möglichkeiten, aber auch die Gefahren. Er
    lässt sich dabei nicht ablenken und sieht außerdem alternative Lösungsmöglichkeiten.

„Ein Spieler wird dann Situationen richtig verstehen und lösen können, wenn er weiß,
welche Verhaltensweisen unter welchen Bedingungen zu welchen Erfolgswahrscheinlichkeiten (realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten) und zu welchen Nutzenwerten (realistische Einschätzung der Ergebnisfolgen) führen.“
Klaus Roth 2008

  • bemüht sich, immer im Gleichgewicht zwischen Risiko und Sicherheit zu bleiben. Ein intelligenter Spieler antizipiert die möglichen Erfolgsaussichten, bevor er seine im perzeptiven und kognitiven Bereich vorbereitete motorische Handlung ausführt. Er schätzt also unter den verschiedenen, zur Verfügung stehenden Handlungsmöglichkeiten ab, welche die höchste Wahrscheinlichkeit hat, die angestrebten Ergebnisse zu erreichen.
  • Zu viel Risiko im Spiel führt zum Ballverlust oder zur Niederlage und zu viel Sicherheit zur Stagnation.
  • hat nie Eile und fühlt sich in seinem jeweiligen Spielraum in der sich entwickelnden
    Spielsituation absolut sicher und selbstbewusst, weil er die Unterschiede eng, weit, vorne, hinten, Raum auf den Flügeln oder im Zentrum optisch und motorisch beherrscht. Es sieht so aus, als ob er immer Zeit hat. Hast und Eile sind für ihn schlechte Weggenossen, weil sie zu Fehlern führen.
  • weiß, dass er nicht immer alles richtig machen kann, weshalb seine Leistung durch
    eventuelle Fehler nicht negativ beeinflusst wird.
  • weiß, wann und wohin er den Ball passen muss, und wann er ihn besser in seinem Besitz
    halten sollte.
  • macht den Ball schnell und das Spiel langsam, wenn es notwendig ist.
  • schätzt den ihm zur Verfügung stehenden Raum und die sich ständig ändernde Entfernung zu Mit- und Gegenspielern aus Erfahrung richtig ein, weil er durch ein gezieltes langjähriges und progressives Spieltraining vom vereinfachten bis zum großen Spiel, das auch Spielzüge und Spielkonzeptionen beinhaltete, seine Qualität der optisch-motorischen Berechnung und Entscheidungsfindung auf ein hohes Niveau bringen konnte.
  • entwickelt sich ständig weiter.

„Ein Spieler, der läuft, muss ständig denken und der, der gerade denkt, darf das Laufen nicht vergessen.“
Cesar Luis Menotti

  • spielt einfach. Nur ein Meister kann simpel vorgehen.
  • weiß bereits vor der Ballannahme, welches seine nächste motorische Aktion sein wird.
  • zeichnet sich durch ein fast fehlerfreies Spiel ohne Ball aus, indem er seinen Mitspielern
    optimale Lösungen zur Spielsituation anbietet.
  • setzt seine von ihm beherrschten Fähigkeiten optimal ein und macht nur das, was er
    kann. „Schuster, bleib bei deinen Leisten.“
  • teilt sich seine Kräfte gut ein. Weiß, wo sich der Laufweg lohnt und wo nicht.
  • ist emotionell gefestigt, lässt sich nicht provozieren und hat die Fähigkeit, Stress zu verarbeiten. Unter zu großem Stress verengt sich die Wahrnehmung und verschlechtert sich die Entscheidungsfindung, weshalb auch viele „intelligente“ Spieler in wichtigen Spielen eher blass wirken. Der Druck nimmt ihnen ihre Spielintelligenz!

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