WM 2018 Analyse: Sengal rumpelt sich zum Sieg

Polen – Senegal 1:2 (0:1)

Superstars ohne Anbindung

Ein wenig erschreckend ist auch in diesem Spiel die fehlende Substanz im Spielaufbau der aller meiste Mannschaften. Viele Spieler bleiben rund um den Ball bei den Innenverteidigern und erfreuen sich einer guten Ballbesitzstatistik. Beispiele aus Ballbesitzsequenzen der Polen und Gründe, dass Lewandowski nicht in Spiel finden konnte:

Polen ist in Ballbesitz. Beide 6er der Polen kommen in den Ball und bekommen Zuspiele, die keinen Senegalesen überspielen können. Darüber hinaus bewegen sich beide Außenspieler jeder Seite sehr hoch und schaffen so keine Verbindung zum Ball. Die Folge sind lange und hohe Bälle in die Spitze oder auf den Flügel. Belgien hatte tags zuvor ähnliche Probleme.
Aus dem 3er Aufbau heraus müssten die Innenverteidiger eigentlich etwas höher schieben um sich einen Vorteil zu erhaschen und in der nächsten Ebene einen Bewegungsvorsprung zu bekommen. Da das nicht passiert machen sie sich pressbar für Diouf und Mane und bleiben selbst ohne wirkliche Anspielstation

Dass man „zur Halbzeit nicht eingeschlafen ist“ (Zitat Oliver Kahn), lag an der 38. Minute. Passend zum Spiel fällt das Tor nach einem wilden Befreiungsschlag und eigentlicher Überzahl der Polen durch einen abgefälschten Schuss…

„Es scheint als würden viele Mannschaften zunächst auf Sicherheit bedacht sein. Fehlender Mut schon im Spielaufbau, zu weite Distanzen zwischen den Spielern und die damit verbundenen Probleme im herausspielen von torchancen sorgen für eher langweilige Spiele und viele Tore durch STANDARDS“ – Steven Turek

Polen baut um

Mit Beginn der zweiten Halbzeit stellte Polen auf ein 3:5:2 um. Eine Idee, die eigentlich sehr gut passt. Zum einen wird das Sturmzentrum gegen die beiden Innenverteidiger „in massiv-bauweise“ (Zitat des ZDF Kommentators Martin Schneider) verstärkt und zum anderen werden Konter gerade gegen Mane mit einer 3er Kette besser aufgenommen als mit zwei Innenverteidiger plus Hilfe. Mehrere Strafraumszenen und Abschlüsse für Polen waren die Folge.

Durch die zwei zentralen Stürmer werden Sane und Koulibaly direkt besetzt, der 10er dahinter sorgt vor allem für eine gute Balance im Gegenressing und bei zweiten Bällen. Auch der einfach besetzte Flügel profitiert, da die senegalesischen Außenverteidiger eher innen helfen müssen.

Fußball von der wilden Sorte

Genau in diese Phase fällt das zweite Tor der Senegalesen und nahm Polen komplett das Momentum. Eine Kombination aus Befreiungsschlägen, einem blinden Rückpass, einem (im richtigen Moment) hereingewunkenem Niang und einem Torwart im Niemandsland sorgt für die Entscheidung, woran auch der Anschlusstreffer – natürlich nach einem Standard – nichts mehr änderte.

Eine Analyse von Steven Turek

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23 Variationen im Passdreieck

Trainingsformen variieren und coachen

Detailcoaching zum Anbieten, Freilaufen und zur Passqualität (Genauigkeit + Schärfe) 18 Stufen mit 3, 4 und 5 Spielern - 3 Variationen mit 2 Gruppen - 2 Variationen mit Torabschluss. Autor: Steven Turek - Redaktion: Peter Schreiner

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