Fussballtaktik: Pressing-Resistenz

Fussballtaktik

Pressing-Resistenz: Grundsätze – Spiellösungen – Trainingsformen

Steven Turek: „Pressing-Resistenz ist die Fähigkeit das gegnerische Pressing zu identifizieren, ihm zu widerstehen und gezielt zu überspielen.“

Jeder Trainer kennt die Situation: Die eigene Mannschaft befindet sich im Spielaufbau und wird früh unter Druck gesetzt. Verzweifelt werden Pässe von einem zum anderen Spieler gespielt, bis schließlich einer den Ball hinten rausschlagen muss. Was genau in diesen Situationen notwendig ist, ist Pressing-Resistenz, die Fähigkeit, gegnerisches Pressing zu identifizieren, zu brechen und gezielt zu überspielen.

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Damit Ihre Mannschaft sowohl individuell, als auch mannschaftstaktisch pressing-resistenter wird, finden Sie in diesem eBook folgende Kapitel:

  • Taktische Grundsätze zum Identifizieren von Pressing
  • Wertvolle Perspektivwechsel
  • Grundsätze für die individuelle Fähigkeit, Pressing zu brechen
  • Gezielte Strategien, um zugestellte Abstöße optimal zu lösen
  • Spiellösungen für das Spiel am Flügel und im Zentrum
  • Praxisnahe Spielformen für einen perfekten Übertrag auf den Platz!

Ein Kernelement des Offensivspiels ist der Versuch, den Gegner in Bewegung (präziser: ins Sprinten) zu bekommen. Pressing zeichnet sich dadurch aus, dass Spieler den Ballführer mit hohem Tempo unter Druck setzen. Warum nicht dieses hohe Tempo auf eine positive Weise betrachten und für das eigene Spiel nutzen? Genau dies möchte ich mit „Pressing-Resistenz“ näherbringen.

„Auch der Gegner hat nur zehn Spieler. Schafft er irgendwo auf dem Platz Überzahl, muss er woanders Unterzahl haben – das ist nur logisch.“ (Carlo Ancelotti)

Schwachstellen des Pressings nutzen!

„Begreift ein Trainer das Pressing des Gegners positiv, treten strategische Aspekte in den Vordergrund, denn: Hinter jedem guten Pressing steht eine Idee, wie der Ball gezielt erobert werden kann. Um diese Strategie zu kontern, habe ich verschiedenste Spiellösungen entwickelt, die sich an gängigen Pressingstrategien orientieren und die Schwachstellen gezielt ansteuern. Um diese Schwachstellen ansteuern zu können, kann es sein, dass unterschiedliche Spielertypen sich auf ungewohnten Spielpositionen wiederfinden. Hiermit möchte ich gezielt Anregungen geben und gewöhnliche Muster aufbrechen.“ (Steven Turek)

Chancen und Risiken

Ist Pressing-Resistenz erfolgreich ergeben sich unterschiedlichste Vorteile:

  • Ein gutes Zahlenverhältnis für den eigenen Angriff bei erfolgreichem Überspielender ersten Pressinglinie
  • Anpassungsmechanismen des Gegners (beispielsweise schnelles Fallen, taktische Fouls etc.)
  • Demoralisierung des Gegners, wenn seine Pressingstrategien nicht funktionieren

Keine Taktik ist ohne Risiko, so auch nicht Pressing-Resistenz. So besteht bei schlechter Ausführung oder Anpassung des Gegners auch die Möglichkeit, dass die ursprüngliche Taktik (nämlich das Pressing) erfolgreich ist. Dann ergeben sich meist kurze Lauf- und Passwege zum eigenen Tor. Auch das sollte Teil des Trainingsprozesses sein. Spieler müssen es gewohnt sein, auch solche Ausnahmesituationen möglichst optimal zu lösen, wenngleich angestrebt wird, möglichst stabil pressing-resistent zu sein.

Trainingsformen

Um Spielern diese Lösungen und Grundsätze nahe zu legen, helfen geeignete Trainingsformen. Um die Trainingsformen allerdings zielgerichtet nutzen zu können, ist eine klare Vorstellung aller Grundsätze und Spiellösungen notwendig. Der Trainer ist dann in der Lage, diese in der Spielform wiederzufinden und zu coachen. Nach weiteren allgemeinen Grundsätzen zur Arbeit in Trainingsformen, finden sie Trainingsformen, die speziell auf die beschriebenen Grundsätze und Spiellösungen ausgelegt sind.

TF 09: 4 plus 1 gegen 2 – Mit dem Dribbling entkommen 1

Kleinspielform – Mit dem ersten Kontakt wegkommen

Ablauf: Ein Feld wird in zwei Hälften aufgeteilt. Das Spiel startet in einer Hälfte im 4 gegen 2. Der Außenanspieler darf zur Ballsicherung genutzt werden. Die rote Mannschaft darf jeder Zeit das Feld mit einem Dribbling wechseln. Hierbei muss der zweite Ballkontakt bereits im anderen Feld erfolgen. Kommt es zu einem Seitenwechsel, starten zwei neue Verteidiger ins Feld. Erobert Blau den Ball, versuchen sie einen Außenanspieler anzuspielen, um einen Punkt zu erzielen.

Coaching: Die Spieler in Ballbesitz sollen einschätzen, wann sie mit einem Kontakt weg vom Gegenspieler und in die andere Hälfte kommen. Zu weit dürfen sie sich aber den Ball nicht vorlegen, da ggf. Druck von den neuen Verteidigern kommen kann.

Variationen:

  • Einen Zwischenraum zwischen den Hälften einrichten.
  • Zahlenverhältnisse verändern.

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23 Variationen im Passdreieck

Trainingsformen variieren und coachen

Detailcoaching zum Anbieten, Freilaufen und zur Passqualität (Genauigkeit + Schärfe) 18 Stufen mit 3, 4 und 5 Spielern - 3 Variationen mit 2 Gruppen - 2 Variationen mit Torabschluss. Autor: Steven Turek - Redaktion: Peter Schreiner

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